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CLAUDIA WEILER-KÜHN

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ÜBER MEINE BILDER

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Wenn ich Dinge betrachte, die mich umgeben, entdecke ich immer wieder faszinierende  Aspekte, die mir zum Anlass einer Bildidee werden.

Das kann eine bestimmte Ordnung sein, die den Dingen selbst innewohnt oder in die die Dinge gebracht wurden; das können Rhythmen sein, die sie bilden, Beziehungen, die sie untereinander knüpfen, bis hin zum Spiel mit Reduktionen auf einfache Grundformen.

Dabei ist es mir ein Anliegen, nicht bereitwillig nur Alles zu sehen, vielmehr sehe ich aus einem bewusst gewählten Blickwinkel etwas Bestimmtes und möchte es im Anschluß daran vermittelnd darstellen.

Etwas Bestimmtes, mit dem ich in einen Dialog trete.

Die Fläche des Papiers oder der Leinwand lädt mich dazu ein; sie wird zu einem eigenen Raum, der den Dingen die Freiheit gibt, über sich selbst zu sprechen und mir die Möglichkeit eröffnet, sie auf ihre vielfältigen Aussagen hin zu untersuchen. Die Wahl einer bestimmten Aussage wird zu meiner Bildabsicht, in der sich die Dinge letzt-endlich einrichten: Die Fläche wird durchbrochen, der Raum aufgeteilt und eventuell ins Dreidimensionale erweitert. Linien und Farben stehen in einem Verhältnis zueinander, das gespannt oder entspannt, fröhlich oder melancholisch, poetisch oder sachlich etc. sein kann.

Hinter dem Vordergründigen als der sich aufdrängenden und scheinbar einzigen Realität, liegen unvermutet vielschichtige Realitätsebenen, die es zu entdecken oder zu dechiffrieren gilt. Vergangene Seinszustände und bislang Verborgenes lassen sich erahnen. Der Betrachter kann sich als Archäologe verstehen, der Schicht für Schicht durchforscht. So sind in vielen meiner Arbeiten Farb - und/oder Materialschichten gestaffelt; Ritzungen und Aufgekratztes legen eine tiefer liegende Farbschicht frei, die Transparenz mancher Farben verweist auf überlagerte Ebenen, Kläppchen verdecken vorübergehend Geheimnisvolles, Abdrücke zeichnen sich in einer Gipsschicht ab, die Struktur des Jutefilz lässt Farbschichtungen erahnen, etc.

Auch der Holzschnitt ist mir ein beliebtes Medium, zwingt er mich doch  bei meiner Motivgestaltung zur Reduktion auf das Wesentliche. Gerne verwende ich gefundene Holzstücke, die deutlich eine eigene Struktur, eine eigene Geschichte aufweisen. Meine Holzschnitte sind oft auf Transparentpapier gedruckt und mit anderen Techniken kombiniert. Hier übernimmt also das Papier die Funktion des Durchscheinens, des Verweisens auf Hintergründiges.

Immer wieder drängen sich mir Zeichen und Symbole auf.

Es gibt einfache Grundformen und grundlegende Zeichen/Symbole, die den Menschen ungeachtet seines Kulturkreises und seiner Epoche sozusagen von der Urgeschichte an begleiten. Es handelt sich hierbei um Archetypen, archaische Zeichen, die im Betrachter noch immer Gefühlsregungen auslösen, auch wenn er deren Deutung nicht mehr bewusst parat hat. Ein Symbol lässt sich als Vehikel verstehen, das uns Zugang zu Gedanken, zu einer geistigen

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